Bild zum Beitrag: Warum E-Mail-Weiterleitungen heute ein Problem sind

Web |

Warum E-Mail-Weiterleitungen heute ein Problem sind

Viele Unternehmen nutzen sie seit Jahren: Die Firmenadresse empfaenger@ihrefirma.de wird einfach an ein privates Postfach bei Gmail, GMX, WEB.DE oder T-Online weitergeleitet. Praktisch, kostenlos und schnell eingerichtet. Doch genau diese Art der Weiterleitung entwickelt sich zunehmend zum Problem. Deshalb stellen immer mehr Hosting-Anbieter diese Funktion ein oder raten ausdrücklich davon ab. Auch wir werden künftig keine klassischen Weiterleitungen an externe E-Mail-Anbieter mehr anbieten.

Vor einigen Jahren war eine E-Mail-Weiterleitung technisch kaum mehr als ein Briefnachsendeauftrag: Der Mailserver nahm die Nachricht entgegen und leitete sie an die gewünschte Adresse weiter. Heute ist das deutlich komplizierter.

Warum funktioniert das plötzlich nicht mehr?

Große E-Mail-Anbieter wie Gmail, GMX, WEB.DE oder T-Online prüfen heute sehr genau, ob eine eingehende E-Mail wirklich vom angegebenen Absender stammt. Damit schützen sie ihre Nutzer vor Spam, Phishing und gefälschten E-Mails. Wird eine Nachricht jedoch einfach weitergeleitet, sieht der Empfänger nicht mehr den ursprünglichen Versandweg, sondern den Server, der die Weiterleitung vorgenommen hat. Dadurch können Sicherheitsprüfungen fehlschlagen.

Die Folge:

  • E-Mails landen im Spam.
  • Einzelne Nachrichten werden komplett abgewiesen.
  • Im schlimmsten Fall leidet die Reputation des weiterleitenden Mailservers, sodass auch andere E-Mails schlechter oder gar nicht zugestellt werden.

Je strenger die Spamfilter der großen Anbieter werden, desto häufiger treten diese Probleme auf.

Kann man das technisch lösen?

Ja – aber nicht mit einem einfachen Schalter. Es gibt spezielle Verfahren, mit denen Weiterleitungen so angepasst werden können, dass moderne Sicherheitsmechanismen besser funktionieren. Diese Lösungen sind jedoch vergleichsweise komplex, erhöhen den Administrationsaufwand und können trotzdem nicht jede Konstellation zuverlässig abdecken. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Hosting-Anbieter gegen klassische Weiterleitungen zu externen E-Mail-Diensten.

Unsere Empfehlung

Wer dauerhaft unter seiner eigenen Domain erreichbar sein möchte, sollte ein echtes E-Mail-Postfach nutzen, das problemlos in Outlook, Apple Mail, Thunderbird oder auf dem Smartphone eingerichtet werden kann. Auch mehrere Geräte gleichzeitig sind kein Problem. Der große Vorteil: Die E-Mails werden direkt zugestellt und nicht über eine Weiterleitung umgeleitet. Das sorgt für eine deutlich höhere Zustellrate und vermeidet viele der heute üblichen Probleme mit Spamfiltern.

Fazit

Klassische E-Mail-Weiterleitungen waren viele Jahre eine einfache und praktische Lösung. Durch die stetig steigenden Sicherheitsanforderungen im E-Mail-Verkehr funktionieren sie heute jedoch immer unzuverlässiger. Wer geschäftlich auf eine zuverlässige Erreichbarkeit angewiesen ist, sollte deshalb auf ein eigenes Postfach setzen. Es ist nicht nur die modernere, sondern vor allem die deutlich sicherere Lösung.

Zurück zur Blogübersicht